Montag, 15. Juli 2013

Yungas - Vom Chopicalqui zum Yanapaccha

Da das Wetter eine Besserung verspricht, beschliessen wir dem Llanganuco Valley einen Besuch abzustatten. Umringt von steilen Waenden findet man hier alles was das Bergsteigerherz hoeher und schneller schlagen laesst. Und das nicht nur wegen der hohen Gipfel. Der Eingang des Tales wird von dem Sued- und Nordgipfel des Huascarans (des hoechsten Berges Peru's) und dem Bergstock der Huandoy Gruppe mit seinen vier Gipfeln flankiert. Des weiteren reihen sich begehrte Aussichtsberge wie der Nevado Pisco und die steilen Eisflanken des Chacraraju nebeneinander. Am Talende steht der 5.460 m hohe Yanapaccha, der "kleinste" unter den Riesen im Tal und lockt mit einem etwas technisch anspruchsvollerem Anstieg. Schlussendlich baut sich am sueoestlichen Ende des Tales der 6.354 m hohe Copicalqui auf. Es lockt uns der lange Westgrat auf den Gipfel. Nachdem wir mit dem oeffentlichen Linienbus drei Stunden holprige Piste zum Ausganspunkt kommen und unser Lager am Fusse des Berges aufschalgen, nehmen uns die 2.000hm aufragenden Gletscher- und Eisflanken den Atem. Der Plan scheint einfach, am ersten Tag bis zum Moraenencamp aufsteigen, dann in einem Zug zum Gipfel und wieder retour ins Tal absteigen. Jedoch haben wir unsere Rechnung nicht mit dem freez-dried Essen gemacht, welches unseren Magen verdirbt und uns so einen Strich durch die Rechnung macht. Wir muessen leider wieder umkehren und steigen vom Moraenen Camp wieder in Richtung Tal ab.
Am Yanapaccha haben wir mehr Glueck, wir verbringen den Abend am idyllischen See, welcher neben unserem Lager liegt und steigen am naechsten Tag zum Gipfel auf. Keine halbe Stunde nachdem wir am Gipfel angelangt sind und die Aussicht geniessen, ziehen wieder einmal Wolken aus den Waeldern des Amazonas ueber die Berge herein. So keheren wir bei zehn Metern Sicht, jedoch in der freudigen Erwartung der kulinarischen Genuesse in Huaraz wieder zurueck.




Der Chacraraju vom Base Camp des Chopicalqui aus gesehen.

Milchreis aus der Tuete-was will man mehr?

A oltis Mandl.

Huandoy-Pisco-Chacraraju und wir.


Moraenen Camp am Chopicalqui.

Aussicht aus dem Zelt.

"Langeunterhosenstyle"

Laguna von oben.

Yanapaccha's Moraenen Camp.


Es wird Tag.

So gefaellts dem Marius: nicht allzu kalt, Seracs, Estacas, steil ;-)

Renate in den letzten Metern zum Gipfel.

"Juhhee! Do isch's so schee!" -am Gipfel des Yanapaccha.

...ohne Worte.

Berg heil! und endlich amol net zu kolt!

Abstieg im Nebel.

Das obligatorische "mir brauchn a Dusche" Foto.

Eingequetscht im Collectivo auf dem Weg zurueck nach Huaraz.

Montag, 8. Juli 2013

Caraz - Die Esfinge laesst auf sich warten

Der Wetterbericht verheisst jeden Tag Sonnenschein. Wir packen unsere Sachen, fahren ins Paron-Tal bei Caraz. Hier steht der maechtige Granitklotz "La Esfinge". Uns lockt die Ruta 85, 800m feinster Granit. Die Vorfreude ist gross, die Ernuechterung genauso. Bei Wind und grauem Himmel steigen wir ins Basecamp auf. Der naechste Morgen, unser geplanter Klettertag, ist trueb, wolkenverhangen und stuermisch. Wir beschliessen unsere Essensvorraete sparsam zu verwalten um auf den naechsten Tag zu hoffen. Jedoch schneit es fast ununterbrochen. So beschliessen wir, unvollendeter Dinge wieder abzusteigen. Aber, wir kommen wieder...irgendwann.



Rikscha-Ralley in Caraz.

Grau in grau.

So a bledis Wetto!

Valle Paron.

Aussichten.

Kleines Zelt, grosser Berg.

Suche den Kletterer!


Abendstimmung mit Sonne und Schnee.

Warten.


Freitag, 5. Juli 2013

Hatun Machay - Zwei Tage Sportklettern in der Cordillera Negra

"El tiempo es un pocito loco este año!" (Das Wetter ist heuer ein bisschen verrueckt!). Diese Aussage hoeren wir momentan des Oefteren. Scheinbar habe es hier in der Vergangenheit waehrend der Wintermonate nur selten unsicheres Wetter gegeben. Momentan ist es aber alles andere als stabil. Zum Bergsteigen nicht ideal.
Wir nuetzen die Zeit und fahren zwei Tage nach Hatun Machay, ein Sportklettergebiet 80km suedlich von Huaraz. Ca. 300 Routen in fingerhautzermuerbendem Fels, eine supergemuetliche Huette und viel Spass mit Freunden warten auf uns.


Hatun Machay.

Hannes



Ernst.


Dani.

Huettenzauber.


Marius.


Renate.


Harry.


Wir zwei.

Und auf Nocht giomo wieder haam.




Montag, 1. Juli 2013

Huaraz - Quebrada Ishinca, ein Tal 3,5 Gipfel

Wieder einmal besuchen wir die Casa de las Guias um uns zu informieren, wo die Verhaeltnisse gut sind. Als uns der Bergfuehrer Arnold sieht, laechelt er nur und sagt: Toclla, esta superbueno! Na gut, das Wetter scheint auch zu passen, also decken wir uns fuer 8 Tage mit Proviant ein und machen uns auf in die Quebrada Ishinca, ein wunderschoenes Tal, an dessen Ende der weisse Riesse Tocllaraju mit seiner gewaltigen Gletscherpracht steht. Vom Basecamp aus, das idyllisch an einem Gletscherbach liegt, erreicht man ausserdem den etwas niedrigeren Urus Oeste und in zwei Tagen kann man sowohl den Nevado Ishinca, als auch den 6130m hohen Ranrapalca besteigen. Bis auf den letzten gelingen uns alle Gipfel.
Fazit der Woche: Dankbar, muede und gluecklich!
Ueberschattet wurde die Zeit leider vom toedlichen Absturz eines tschechischen Schibergsteigers, welchen wir im Basislager kennenlernen. Unser tiefstes Mitgefuehl an seine Angehoerigen und Freunde.


Das Tal:

Schafhirtin in Cochopampa, dem Ausgangsort zum Valle Ishinca.

Mamita.

Señor Huascaran.

Huette im Kornfeld.


Lieber tragen lassen.

Blumen.


Willkommen!


Campo Base, im Hintergrund Tocllaraju.


Urus (5490m):


Der Gipfel.


Aufstieg im Mondschein.


Berg Heil und puenktlich geht die Sonne auf.


...und der Marius hat doch zu kalt.


Danach eine gute Jause.


Tocllaraju (6030m):

Der wunderschoene Tocllaraju.


Am Abend.


Abendstimmung am Highcamp mit Lukas und Lukas.

Highcamp.

Guten Morgen.


Marius in den letzten Metern der Gipfelpyramide.

Gipfelgrat (und der Marius hat zu kalt.)


Renate auch.


Die Cordillera Blanca vom Gipfel aus, und sie verdient sich ihren Namen.

Lukas beim Sichern.


Wieder zurueck im High Camp, im Hintergrund unsere Tour.


Ishinca (5530m):

Ranrapalca, leider in der Mitte abgebrochen.


Gruppenbild mit Ishinca, Marius, Renate, Harry und Ernst.


Zeltgemeinschaft.

Wenn nicht Ranrapalca, dann halt Ishinca (und: wir haben mal wieder zu kalt.)

Zurueck im Highcamp wirds schoen langsam Morgen.


...und wer so frueh zurueckkommt, darf nochmal in den Schlafsack und dort fruehstuecken.


Nach acht Tagen hat man nur mehr einen Wunsch: Duschen.